Boogie Woogie


Boogie-Woogie ist eine Stilart des Piano-Blues. Clarence 'Pinetop' Smith erfand den Begriff Boogie-Woogie, indem er den berühmten "Pinetop's Boogie Woogie" im Jahre 1928 aufnahm. Außerdem ist Boogie Woogie die Bezeichnung für einen mit dieser Musik verbundenen Gesellschaftstanz, der aus dem Lindy Hop und dem Jitterbug hervorgegangen ist. In der Folge dieser Aufnahme wurde der Begriff mit dieser sehr speziellen Art von Musik in Verbindung gebracht.

Geschichte

Der Boogie-Woogie entwickelte sich am Anfang des 20. Jahrhunderts im Süden der USA. Im frühen 20. Jahrhundert lebten viele schwarze Arbeiter in den Südstaaten der USA als Bauarbeiter bei der Eisenbahn oder als Holzfäller. Sie lebten häufig in provisorischen Camps und unterhielten sich in Barrelhouse-Kneipen oder Honky Tonk-Schuppen. In diesen Spelunken konnten sie trinken, spielen, Frauen treffen und tanzen. Die Musiker, in erster Linie Pianisten, tourten durch die Kneipen, spielten die ganze Nacht als Gegenleistung für Lebensmittel und Übernachtungsmöglichkeiten. Im Zuge der Krise in den zwanziger Jahren zogen viele dieser Arbeiter in die Städte des Nordens, z.B. Chicago. Viele Musiker zogen ebenfalls nach Norden, wo sie auf den „House Rent Parties“ spielten. Diese Tanzparties funktionierten wie folgt: Der Wohnungsinhaber organisierte einige Flaschen Schnaps und einen Musiker und finanzierte mit dem Eintrittsgeld, das er den Gästen abverlangte, seine Miete. In den späten zwanziger Jahren entwickelte sich der Boogie-Woogie-Stil weiter und Pianisten wie Clarence Pinetop Smith und Jimmy Hancey machten die Musik populärer. In Deutschland sind

Vince Weber, Axel Zwingenberger Gottfried Böttger Frank Schedukat

bekannte Boogie-Woogie-Pianisten. Die für den Boogie-Woogie typische Spielweise der linken Hand, bei der die Harmonien und der Rhythmus ohne große Sprünge auf den Tasten von dieser komplett übernommen werden, hat sich aus dem Ragtime entwickelt. Hier ist die Spieltechnik des Stride Piano üblich, bei dem die linke Hand sehr große und schnelle Sprünge durchzuführen hat. Da manche Pianisten spielenderweise mit einem Klavier auf einem Wagen gefahren sind, konnte man bei großen Sprüngen auf den Tasten diese nicht mehr treffen und hat sich so eine neue Begleitung überlegt

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